CHIN CITTÀ

Chinchilla
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URLAUBSFREUDEN mit ChinJulia

Im Frühjahr machten wir uns Gedanken, was wir im diesjährigen Urlaub unternehmen wollen. Lange konnten wir alle nicht unserer Arbeit fernbleiben – die Termine lassen dies gar nicht zu, so ist das nun mal bei Freiberuflern etc. Also entschieden wir uns für einen stressfreien und ruhigen Urlaubsort – Ostseebad Prerow/ Fischland-Darß.
Ein kleines Idyll mit dem schönsten Ostseestrand Deutschlands – dem Nordstrand. Er liegt geschützt in der Prerowbucht, das seichte, kontrolliert saubere Wasser und der feine weiße Sand sind ein Garant für erholsame Stunden am Strand. Es gibt noch die Westküste der Halbinsel Darß – diese ist wilder und rauer. Der Wald reicht unmittelbar bis an die Ostsee. Diese urwüchsige Landschaft wurde von Wind und Wellen im Laufe der Zeit geschaffen. Die Bäume sind ein Sinnbild dieser Küste, man nennt sie Windflüchter – vom Wind gebeugt aber nicht gebrochen. Der Darß hat über das Jahr verteilt mehr  Sonnentage als dass dort Wolken am Himmel sind und das milde Reizklima kommt durch die raue Seeluft und den vor gelagerten Wald. Sauerstoffreiche Luft zum „durchschnaufen“ und Kraft „tanken“. So buchten wir ein ansprechendes Ferienhaus gleich hinter dem Deich, der Wellenschlag der Ostsee war dann der Rhythmus den wir Tag und Nacht hörten – schön.


So weit so gut. Nur was machen wir mit unserer kleinen ChinLady Julia?
Oje, da brauchen wir eine vertrauens- und liebevolle Urlaubspflege für unseren Liebling – wer kam da in Frage? Optimal wäre die Pflege in ihrer gewohnten Umgebung. Jeder grübelte und verwarf wieder, bis ich eine Idee hatte, fragen wir doch einfach eine Nachbarin von der ich weiß, dass sie selbst Tiere hat und diese liebevoll umsorgt. Gesagt, getan und die Nachbarin sagte sofort zu, obwohl sie noch gar nicht richtig wusste was da an Arbeit auf sie zukommt. Denn es war nicht nur ChinJulia zu versorgen, nein – es kamen noch drei Zwergsiebenschläfer von Julius’ Eltern dazu.

Wir machten zur Vorstellung unserer ChinJulia und ihrer Urlaubsuntermieter einen Termin aus. Ich bereitete ChinJulia darauf vor, dass wir Besuch bekommen der gleich mit ihr spielen wird. Sie guckte mich fragend an – noch solche Winzlinge wie die Zwergsiebenschläfer? Auf diese reagierte ChinJulia erst neugierig, dann wollte sie diese Zwerge knuddeln und hüpfte auf dem Käfig umher – bis diese Winzlinge ihr in die Pfötchen bissen. Chinjulia fackelte nicht lange und schon „duschte“ sie mit einem gut gezielten Pipistrahl den dreisten Zwerg ab. Das hat er nun davon, sagte ihr triumphierender Blick. Stolz thronte sie auf dem Käfig und beobachtete das aufgeregte Gewusel unter sich. Jedes mal wenn ChinJulia sich auf den Käfig der Zwerge setzte, herrschte dort unten helle Aufregung. Sie registrierte diese Reaktionen mit einem zufriedenen Möff Möff. Damit die Zwergsiebenschläfer ChinJulia nicht mehr in die Pfötchen beißen konnten, das Risiko einer entzündeten Bisswunde ist einfach zu groß, legten wir Gaze als Schutz für beide „Parteien“ über den Käfig.

Zurück zum Vorstellen der Urlaubspflege. Obwohl sie ganz schön aufgeregt war, wann bekommt man schon einen so süßen und intelligenten Chin zur Pflege anvertraut, redete sie ruhig mit ChinJulia. Diese schaute kurz nach oben – na ja geht schon, komm du aber erst runter auf den Boden … Wir setzten uns hin und ChinJulia hüpfte erst auf meine Schulter und betrachtete ihre Urlaubspflegerin ganz genau – was mag in ihrem Köpfchen vorgegangen sein. Nach einer Weile hoppelte sie so gemächlich wie es nur geht – na gut ich geh’ mal gucken was es da zu entdecken gibt – und schwupps saß sie bei ihrer Urlaubspflegerin auf den Beinen und die Nase schnuffelte auf „Hochbetrieb“. Hochinteressant der Gürtel, das Lederband der Uhr – einfach Klasse und was ist das für eine Kette – prima her damit. Halt halt ChinJulia so benimmt sich bestimmt keine Lady – ich stupste meiner Flauschnase sanft an den Popo, worauf sie ganz empört aufschaute – ja huch was war das denn? Ihre Urlaubspflegerin beugte sich zu ChinJulia herunter und was macht mein kleiner Liebling – verpasst ihr ein herzhaftes Nasenwuschelchen - da kann ja gar nix mehr schief gehen – mir plumpste ein Riesenstein der Erleichterung vom Herzen.

 

Nun stand einem entspannenden Urlaub nichts mehr im Wege – unsere kleine Flauschmaus wird liebevoll umsorgt werden. Am Abend und in der Nacht bevor es auf die Reise an die Ostsee gehen sollte, nahm ich mir viel Zeit um mit meiner kleinen ChinJulia zu schmusen, kuscheln und knuddeln.Wir genossen diese sinnlich intensive Zeit sehr. Sie spürte meine Unsicherheit und Sorge, zum anderen war unser Rhythmus nicht wie immer. Am frühen Morgen kam der Abschied, ich versuchte es so aussehen zu lassen, als ob ich nur mal eben ins Büro fahre und bald zurück bin. ChinJulia saß kerzengerade auf dem Bett und schaute mich fragend mit ihren glänzenden Knopfaugen an. Plötzlich machte sie einen Satz auf die Gaze zu und versuchte die Klettverschlüsse aufzumachen – oje das wird schlimm für uns beide. Ich versuchte meinen kleinen Liebling davon zu überzeugen, das sie jetzt schlafen müsste. Nach etlichen Schmuse- und Kuscheleinheiten verschwand ChinJulia unter dem Bettüberwurf und schaute im nächsten Moment schon wieder unter selbigem hervor, um zu kontrollieren – ist meine ChinMam noch da? Ja klar – „beruhigt“ wuschelte sie sich an ihren Teddy. Für mich das Zeichen, jetzt schnell los ehe die Kleine wieder mit ihren Kulleraugen  fragend rausschaut. Ich wusste ja, dass die Nachbarin gleich am Vormittag die erste „Visite“ bei ChinJulia macht.

Wir genossen unseren Urlaub in vollen Zügen, meine Gedanken waren oft bei meinem kleinen ChinLiebling zu Hause – was sie wohl macht, geht es ihr gut. Für Notfälle hatte ich meine Mobilnummer hinterlassen. Genau in der Wochenmitte kam eine SMS, zitternd vor Angst es könnte eine schlechte Nachricht sein, öffnete ich die Nachricht – und musste lachen. Da stand doch tatsächlich: Hurra wir haben Bergfest. Mir geht es gut. Gruß ChinJulia Was für eine schöne Nachricht , wir freuten uns alle darüber. Der Urlaub war dann auch schneller vorüber als uns lieb war, aber die Arbeit verlangte Disziplin – so fuhren wir ganz gut erholt und tatkräftig nach Hause. Wir freuten uns schon auf unsere kleine FlauschMaus.


ChinJulia’s Urlaubspflegerin hatte ihre Freude an ihrem liebenswürdigem Wesen. Sie machte es ihr nicht schwer und kooperierte ganz brav, so dass die Nachbarin sehr viel Zeit mit ChinJulia verbrachte, sie ist sogar in der Nacht nach dem Rechten schauen gegangen und hat gleich mit ihr gespielt. Sie war total fasziniert von der Spielfreude und Intelligenz unseres ChinLieblings. ChinJulia hat auch ihren ganzen Charme spielen lassen und die Nachbarsfamilie schnell für sich eingenommen. Diese wiederum erzählten im Haus wie süß dieses ChinMädchen ist und schon war sie der flauschige Liebling aller. Nur mit den Zwergsiebenschläfern konnte unser Chin keine Freundschaft schließen, mehrmals entfernte sie geschickt die Gaze und machte ihren Ärger über diese randalierende Bande mit einem zielsicheren Pipistrahl  Luft. Man merkte es ihr auch an, als der Käfig abgeholt wurde wie erleichtert sie war – endlich wieder Ruhe in meiner Wohnung, hier gibt es nur eine Prinzessin mit Flauschnase und zwar ChinJulia – So
Jedenfalls hatte der Alltag uns schnell wieder und unser normaler Rhythmus stellte sich wieder her. ChinJulia’s und meine Welt war wieder in Ordnung – bis zum nächsten Urlaub .

Copyright © Liv Ryno / CAM. Alle Rechte vorbehalten. Mit freundlicher Genehmigung für ChinCitta - Kultur-Beilage

Die Verlockung der grossen weiten Welt

Eine Bildergeschichte

 
 

Was meinst Du, sollen wir mal gucken, wo Mama und Papa hingegangen sind?

 

Ich weiß nicht so recht? (Schwesterchen).

 

Ich gehe mal kucken! (der Bruder)

 

Uiuiui, die Welt sieht da draußen aber sehr groß aus!
 

 

Oh oh, ich glaube Papa kommt zurück! …

 

 Chinpapa: Sag mal Chintante Claudia mit der Kamera
– hast Du nicht bemerkt, daß die Kleinen stiften gehen wollten?

 

Steckst Du etwa mit den Kleinen unter einer Decke???

*ertappt*
 

 

Sonntags ausschlafen

Was haaaabbb ich mir gewünscht nach einer anstrengenden Woche am Morgen ausschlafen zu können.

Hab trotzdem ausnahmsweise nachts die Tür zum Chinzimmer offen gelassen, damit ich höre, falls meine Kenyatta ihre Babies in der Früh bekommt oder irgendwas ist. Es sind immer noch meine beiden Süssen, Aaron Ohrenlos und seine Nuala, bei mir im Schlafzimmer. Manchmal träumen Chins ja nachts, dann kommt so ein Warnquietscher, der i.d.R. auch mich aufweckt. Ich sag dann was ganz ruhig im Halbschlaf und Chin schläft weiter. Ich dann auch. Die andere Situation für morgendliche Warnrufe - die Chins finden ich schlafe zu lange und wollen Aufmerksamkeit. Kein Witz, wenn sich eine Routine eingestellt hat und ich mal eine Stunde länger schlafe, dann wird "gerufen" und „geweckt“.

Anders heute morgen...

Aaron schlug Alarm. Und das vor 7 Uhr. Nicht nur ein Ruf, nein, gleich eine Reihe von Ausrufen. Ich wache auf, rede ruhig zurück. Ruhe. Dauert keine 2 Minuten, Aaron lässt wieder einen Schwall von Alarmrufen ab. Ich rede wieder ruhig noch total im Halbschalf auf ihn ein. Ruhe. Dauert wieder nicht lange - ich jetzt schon fast wach, fang an zu schimpfen. Aaron, gibt diesmal nur zwei Warnphiepser von sich – klingt allen Ernstes beleidigt. Auch gut, ich will schliesslich noch schlafen. Ca. 5 Minuten später - neue Aaron Alarmtirade. OK, ich stehe auf, checke dabei gleich mal das Chinzimmer. Alles wirkt normal.

Geh ins Bad und zurück ins Bett. Das Ganze von vorne. Und nicht nur von Seiten von Aaron - irgendwie knackt eine Feder in der Matratze so komisch. Die ist relativ neu - woher kommt das? Ich dreh mich in Erschöpfung und Halbschlaf zur Seite, um andere Federn zu belasten. Ruhe. Aaron Alarm. Ich schimpfe. Ruhe. Neue Feder knackt...

Ok, jetzt ist die Ruhe vorbei. Ich steh auf - zähle die Flauschnasen im Zimmer durch - alles scheinbar ok. Zurück ins Bett. Feder knacken. Aaron Warnschreie. Ich schimpfe. Aaron beleidigte Kurzphiepser. Federn knacken.

Jetzt ist meine Geduld am Ende - da stimmt was nicht. Ich raus aus dem Bett. Alles unterm Bett rausgeräumt. Liege flach auf dem kalten Parkett auf der Lauer. Nix. Stille. Ich warte... Ok, jetzt bin ich schon so wach, jetzt kann ich auch noch hinter dem letzten Karton ganz hinten rechts nachsehen.

Und siehe da... ein safirfarbener Chinpopo hoppelt unterm Bett hervor. Sarah bemerkt mich - gibt Gas - Hinterfüsschen paddeln auf dem Parkett - sie düst ins Wohnzimmer. Ich mit wehendem Morgenmantel hinterher. Das siegessichere Grinsen von Aaron Ohrenlos im Rücken...

Ca. Viertelstunde später - Sarah muss eine riesen Schmusattacke über sich ergehen lassen. Zurück in den Käfig. Ich zurück ins Bett, versuche zu schlafen. Aaron guckt mich selbstbewusst an.


Ein "blitzgscheites Kerlchen" (Zitat, sein TA). Wohl wahr, wohl wahr...

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Strenge Musikkritiker

Hier eine kleine Bildergeschichte.

Sie zeigt die Reaktionen einer Chinlady, die sehr musikkritisch ist. Ich bin die typische Dusch-Sängerin. Unter wasserprasselndem Begleit-Orchester, schrecke ich weder vor Opernarien, noch for Jazz-Improvisationen oder französischen Chansons zurück. Und manchmal setze ich meine Performance auch noch jenseits des Duschvorhangs fort. Ich bin nicht gut, aber ich bin auch nicht schrecklich. Dachte ich...

Viola, hier ist die Chinny-Reaktion auf mein Singen.



Versuch wiederholt - exakt die gleiche Reaktion:



Ein Tag später das Gleiche nochmal: Ich nehme das wirklich persönlich!

Hinweis zu den Bildern: Apropos, mein erstes Chinny in USA, mein erster Käfig, ein Überangebot in dortigen Zooläden an Käfigeinrichtungsutensilien - und nein, ich würde keine Plastikröhren empfehlen, weil die ständig im Käfig sind und halt dann doch angeknabbert werden.... ach ja, und in ihre Hängematte ist sie zweimal reingehüpft, dann war sie nicht mehr interessant. Naja, ein Opfer des Konsums.

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ChinLady Anouk zum Thema Musik

Ein Auszug aus dem CHINTARISCHEN QUARTETT. Talkrunde im Januar 2009 zum Thema Musik. Ein Beitrag von Chinchilla Anouk.

Hallo liebe Talk-Freunde & Leser!

Endlich kann ich auch was dazu sagen und es wird auch mein Text hier gepostet.

Also ich und wir Chins in Chincitta sind von Claudia viel klassische Musik gewöhnt. Meist läuft den ganzen Tag Klassik Radio im Hintergrund. Ich bin das gewöhnt, und da sie und ich den gleichen Musikgeschmack haben - Barock Musik und nicht zu laut im Hintergrund - paßt das prima.

Seit die Chins hier ihren eigenen Raum haben, haben sie allerdings auch mehr Hausrecht. Und manchen wird das klassische Gedudel über den ganzen Tag hinweg zuviel. Sie haben Claudia aber so gut trainiert, dass sie dann abwechselnd Warnschreie während ihrer Schlafzeit am Tag ausstoßen bis Claudia den Radio leiser oder ganz abstellt. Mir soll's recht sein, ich verstehe nicht warum man da soviel Aufhebens drum macht, aber manche Chinchillas sind halt so.

Wenn Claudia mal auf Reisen ist und mich aus unerfindlichen Gründen nicht mitnehmen kann, dann programmiert sie die Stereoanlage so, dass wir zu unseren Wachphasen leise Musik hören. Das tröstet tatsächlich ein bisschen über ihre Abwesenheit hinweg und bringt Abwechslung in den Tag ohne Auslauf. Viel schöner ist aber natürlich, wenn sie wieder da ist, auch wenn dann der Tag nicht so streng nach Routine abläuft. Naja, man kann nicht alles haben.

Was ich allerdings gar nicht gerne mag, dass ist wenn Claudia singt. Und das ist wirklich ein Problem, denn sie singt scheinbar so gerne. Nur irgendwie rutschen ihr immer wieder so Alarmrufe in ihrem Gesang dazwischen und ich schreck aus meinem Nickerchen hoch. Sie nennt es Free Jazz Improvisationen. Aber wenn Du mich fragst, sie trifft einfach regelmäßig nicht die Töne mit der richtigen Bedeutung - denn wozu einen Alarmruf oder einen Warnschrei mitten im Lied? Manchmal - da wird’s mir dann zu bunt - taucht sogar ein Panikschrei auf. Das ist aber meist nur dann der Fall, wenn sie versucht zusammen mit Pavarotti Opernarien im Duett zu singen.

Ach, da fällt mir ein, was ich wirklich gar nicht mag, das sind die hohen Frauenstimmen in den Opern. Diese Damen stoßen einen Warnschrei und Panikquieker nach dem anderen aus. Wie soll sich da denn ein Chinchilla entspannen. Ich frage mich ja, ob die wissen was die da so im Verlauf einer Oper alles an Info zusammensingen. Von Vorsicht!!! Fressfeind am Boden auf 11 Uhr bis Angriff aus der Luft durch dunklen Raubvogel!!!. Irgendwie können die Leute in einer Oper doch gar nicht ruhig sitzen, ständig müssen sie losrennen und sich in Sicherheit bringen. Also wo da der Spaß und die künstlerische Muse sein soll? Wenn ihr mich fragt, die Opernsängerinnen sind ein bisschen überzüchtet. Sonst würden sie sich nicht so oft so aufregen, oder?!?? Ich gehe jede Wette ein, dass in einem Opernhaus nicht soviel Greifvögel rumfliegen. Kritiker tummeln sich da vielleicht, aber doch wohl keine ernstzunehmenden Fressfeinde. Tzzz

Aber zurück zu unserer Musik zuhause und das mit dem Singen. Es ist wirklich tragisch, aber es scheint Claudia soviel Freude zu machen. Also hab ich beschlossen mich nicht zu beschweren sondern eine ganz praktische Abhilfe gefunden. Kaum fängt Claudia an zu Singen, dann stecke ich mein Köpfchen in eine Röhre. In New York hatte ich ganz am Anfang in meinem Käfig eine Plastik Nagerröhre, mittlerweile habe ich nur noch Tonröhren, aber die halten den Gesang sogar noch besser ab. Das wirkt Wunder! So kann Claudia singen und ich in Ruhe schlafen. Juhuuuu!!!!

Copyright © Anouk. Alle Rechte vorbehalten.
Nachdruckrechte über ihre Agentin CAM in Zusammenarbeit mit Chinchilla Legal / Mikimoto Agency.
Siehe > Chinchilla Services

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Vergesellschaftung mit Sprüheffekt

Also, dass Vergesellschaftungen gerade bei älteren Chins mit starken Charakteren nicht einfach sind, ist ja mittlerweile bekannt. Manchmal kann man aber auch zu dem Schluss gekommen, dass genau diese starken Charaktere sich in einer 3er Gruppe schön ausbalancieren. Dass für eine saubere Vergesellschaftung dazu aber auch das nötige Reaktionsvermögen gehört, hab ich erst dieser Tage gelernt.

Eine neue Familie für Iman

Nachdem aufgrund des diagnostizierten Herzfehlers von Layla, und der Angriffe von Iman beschlossen hab ihre Gruppe zu verkleinern, musste für meine Iman eine neue Familie gefunden werden. Iman ist nicht leicht zu vergesellschaften, das war sie als Jungtier schon nicht. Sie ist ein ganz liebes Chinny, aber ihre Macke ist, sie ist extrem territorial und dann auch schnell angriffslustig. Wenn ihr nicht gleich Parole geboten wird, dann wird sie sehr dominant. Dh man braucht mindestens ein gleich starkes Weibchen in einer Gruppe, das sich nicht einschüchtern lässt. Meine Wahl fiel letztendlich auf Montalban und Coucou. CouCou hat eh gerne Abwechslung und Geselligkeit. Die Jungs freuen sich immer, wenn sie ein Weibchen mehr im Harem haben.

Vergesellschaftung - im Normalfall

Und jetzt im weiteren Verlauf der Geschichte, alle KBM-getrimmten Vergesellschafter bitte weghören - jetzt wird es nämlich gleich ganz schrecklich (einfach)!

Ok, egal... so geht es hier zu, bei "normalen" Vergesellschaftungen folge ich einfach dem Vorbild von US Hobbyzüchtern mit wirklich langer Erfahrung (z.b. Sandy Kao) und dem erfahrenen Rat von Grosszüchter wie Randy Jagielo (1500 Chins), die den Hobbymarkt sensibel berücksichtigen. So hat es sich hier bei mir als sinnvoll bestätigt: Ich beobachte die Tiere, wähle aus wer zusammen passen könnte, mache einen Schnuppertest gefolgt von einer Phase Käfig-an-Käfig, nehme bei positiver Resonanz dann das territorialere Tier aus seinem Käfig und setze es in den Käfig mit der neuen Gruppe (ob Käfig davor desinifiziert werden muss oder gerade nicht, ist individuell verschieden!). Beobachte, bleibe daneben sitzen, Tür offen, jederzeit bereit zum Eingreifen. Normalerweise, sieht man innerhalb der ersten halben Stunde, ob die Gruppe funktionieren wird und wenn ja, wie gut. D.h. nicht unbedingt, dass alles gleich friedlich abgeht. Deshalb schlafe ich oft noch die erste Nacht neben dem Käfig der neuen Gruppe oder habe sie bei mir im Schlafzimmer. Im Normalfall, ist das in meiner Erfahrung die einfachste und stressfreieste Vergesellschaftung für die Chins, die zugleich eine langfristige Aussagekraft hat. Stressvoll ist sie eher für den Halter!
Nun, so geschehen im Fall Iman.

Meine Iman und ihre Eigenheiten

Und gerade bei Iman habe ich gelernt, dass erstmal Rangordnungen geklärt werden muß und das durchaus zickig abgeht. Das involviert Bellen und Pipiduschen (was drüber hinaus geht, da wird die Vergesellschaftung abgebrochen). Ich halte Imans Näschen an das von Coucou. Iman und Coucou schmusen als wären sie die geborenen Busenfreundinnen. Gleiches Szenario im Käfig. Man könnte meinen die beiden haben sich auf Anhieb gefunden und lieb gehabt. Tja, aber es wäre nicht meine Iman, wenn das so einfach weiter ginge. Die fängt nämlich bei soviel Harmonie und Einverständnis als nächsten Schritt gleich mal an ihre Dominanz rauszukehren. Macht sich in CouCous und Montys Käfig breit. Erklärt die gesamte untere Bodenfläche inkl. Sandbad, Futternapf und Wasserflasche zu ihrem Reich. Naja, das geht natürlich nicht. CouCou kommt runter, will nachschauen und schmusen. Iman zeigt Dominanz. Oh oh, jetzt heißt es Aufpassen für den VG-Manager.

Wer hat den Überblick über die Situation?

CouCou guckt verdutzt. Und motzt. Iman motzt frech zurück. CouCou dreht sich ruhig um, aber man merkt es lässt ihr keine Ruhe. Sie geht erneut auf Iman zu und versucht Näschen zu reiben und Dinge friedlich zu klären. Iman richtet sich auf die Hinterbeinchen auf. Oh oh, der Moment des Halters - jetzt alle Achtung, die Situation kann brenzlig werden. Ich auf Augenhöhe mit den beiden Kontrahenten. Auf gleicher Höhe, direkt hinter Coucou bei offener Käfigtür, jederzeit bereit bei einer Eskalation eingreifen zu können. Während ich noch kurz über den "toten Winkel" in meinem Sichtfeld hinter Coucous Rücken nachdenke... motzen die sich weiter an.
Iman steht nun erneut auf den Hinterbeinen mit dem Rücken zur Wand, zuckt mit dem Popo, diesen leichten kleinen Ruck nach vorne. Der Moment ist gekommen: Start frei für den Pipistrahl! CouCou trifft es keineswegs unerwartet. Sie ist ebenfalls aufgerichtet und zeigt famoses Reaktionsvermögen und weicht mit dem Oberkörper zur Seite aus. Tja, jetzt ist der tote Winkel auch einsehbar. Der einzige, der keine Reaktion gezeigt hat und nicht ausgewichen ist war der Chinhalter - ich. Pipistrahl mitten ins Gesicht. Igiiiittttt!! Bäh!!!

Unsere Chinmami gluckst so komisch

Iman guckt mich verblüfft an. CouCou guckt Iman fragend an, dreht sich zu mir um, und schaut erstaunt auf meine verzogenen Gesichtszüge. Beide lauschen sie still und andächtig meinen komischen Glucksgeräusche. Was Claudia für eigenartige Geräusche von sich geben kann? Weisst Du was sie meint??? Verblüfft gucken sich beide Chins an. Ratlosikgeit. Man reibt sich übers Näschen. Und geht wieder seiner ganz normalen Wege. Sie setzten sich entspannt hin, die eine knabbert ein bisschen an einem Heuhalm, die andere putzt ihr Fell. Es ist Ruhe und Frieden, als könnte kein Wässerchen diese harmonische Idylle trüben. Beide hoppeln ihrer Wege. Ich beträufeltes Riesenchinchilla hoppel erst mal ins Bad.

Tja, Mädels, blöde Vergesellschaftung... Entweder man hat gutes Chinny Reaktionsvermögen oder man beachte die toten Winkel, die sich plötzlich auftun können! Im Grunde genommen mögt ihr Euch doch eh! Das nächste Mal könnt ihr Euch einfach alleine vergesellschaften. ...

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Heimwerker ChinJulia

Ab und an gibt es auch in einem Künstlerhaushalt „grobe“ Heimwerkerarbeiten zu erledigen. Z.B. Löcher in Betonwände bohren, dass ist jedes Mal ein Kraftakt – für Mensch,  Maschine und für ChinJulia eine arge „Nervenprobe“. Die empfindlichen ChinOhren tun ihr bestimmt weh. Aber wie ChinJulia nun mal ist – neugierig - vor allem will sie überall mitmachen, da kennt sie keine Schmerzen und erträgt dieses martialische Geräusch, vor dem sogar wir Menschen am liebsten Reißaus nehmen würden.

Einmal hatte ich sie zu ihrem Schutz in ihr Transportkörbchen gesetzt, ringsherum Kissen und Decken platziert, um den Geräuschpegel zu dämpfen. Die Rechnung hatte ich ohne ChinJulia gemacht. Sie stellte eindeutig klar, dass sie auf eine derartige Fürsorge gern verzichtet und zerlegte mal eben das Türchen von ihrem Transportkorb. Also ließ ich ihr ihren Willen und wir mussten beim Heimwerkeln noch zusätzlich auf unseren Chinchilla Acht geben, weil sie überall herumwuselte. Selbst die Leiter erklomm sie triumphierend und wir mussten uns vorsehen, der Kleinen nicht auf ihre Pfötchen zu treten. Schwierig, wenn ChinJulia einem direkt auf die Fersen – im wahrsten Sinne des Wortes – folgte. Da stand man auf der Leiter, wird von einem kleinen Fellwuschel in Schach gehalten und am Abstieg von der Leiter gehindert. ChinJulia ließ sich auch nicht bestechen, es war einfach zu toll dort oben, die Aussicht und alle waren besorgt, dass sie ja nicht abstürzt. Soviel Aufmerksamkeit musste ChinJulia einfach genießen und auch voll auskosten.

Der Werkzeugkoffer entpuppte sich als wahres Eldorado für die neugierige Pelznase. Sie wühlte mit einer Begeisterung darin herum und wenn das Werkzeug für sie tragbar war, schleppte sie es weg – unters Bett. So verschwand ein Werkzeug nach dem anderen, bis ChinJulia an den Hammer geriet. Höchst interessant das gute Stück. Unser Wollknäuel mühte sich redlich, den Hammer irgendwie aus dem Koffer heraus zubekommen. Er war aber zu schwer und so unhandlich. Sie schimpfte und hüpfte ganz aufgeregt hin und her, weil dieses Ding da, sich nicht anheben ließ. Wir amüsierten uns köstlich, nur die kleine Pelznase nicht.

ChinJulia blubberte vor sich hin und schnappte sich dann ganz gefrustet ein Stückchen Holz, was wir ihr gaben und sie knabberte es kurz und klein. Danach war ihre Wut verraucht und sie hielt entspannt Ausschau nach dem nächsten Abenteuer. Hm, ja was sind das für kleine Stöpsel, die da liegen und meine Menschen in die Wand stopfen? Vorsichtig äugte sie aus sicherer Entfernung und kam dann scheinbar gelangweilt und uninteressiert näher. Wir ahnten schon was kommt und nahmen die kleineren Dübel und Schrauben weg, damit sie sich nicht verletzt oder diese verschluckt. Kaum hatten wir diese entfernt, saß unsere süße Pelznase da und schnappte sich einen – Holzdübel – den wir extra zur Ablenkung für sie hingelegt haben. O.k. dachten wir, aber ChinJulia, wäre ja nicht ChinJulia, wenn sie damit zufrieden wäre – Holzdübel im Mäulchen, links und rechts in den Vorderpfötchen je einen Plastikdübel und los ging es im Zwei-Hinterbeinchen-Lauf oder –Hüpf – nur nicht die Beute fallen lassen. Wir prusteten vor Lachen laut los und unser Wollknäuel guckte uns aus großen fragenden Kulleraugen an. Es sah einfach skurril aus, wie sie versuchte drei Sachen gleichzeitig zu transportieren. Diese Anstrengung und unser Lachen waren zuviel für die kleine sensible Pelznase, sie verzog sich unter den Bettüberwurf, nachdem sie ihre „Beute“ nacheinander unterm Bett deponiert hatte. Dort befand sich mittlerweile ein ansehnliches Sammelsorium verschiedenster Gegenstände aus dem Werkzeugkoffer. Ganz klar, dass unser kleines Fellherzchen nun sehr müde war und schlafen wollte.

So wird bei uns das Heimwerkeln für ChinJulia immer wieder ein neues spannendes Unterhaltungsprogramm mit echtem Outdoor-Faktor.

Copyright © Liv Ryno / CAM. Alle Rechte vorbehalten.
Mit freundlicher Genehmigung für ChinCitta - Kultur-Beilage.
Nachzulesen auch unter: ChinchillaStorys — B-I-S at 4:04 pm on Montag, Januar 29, 2007

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Creme, Bürste, Kamm ...

Wir Frauen lieben es, uns jeden Morgen schön zu Recht zu machen, um ansehnlich und attraktiv in den Tag zu starten. Nur so fühlen wir uns wohl in unserer Haut.

ChinJulia sieht mir dabei, auf der Kommode - vorm Spiegel sitzend, sehr gern zu. Die kleine Pelznase schnuppert an jedem Cremetöpfchen und dann wieder an meinem Gesicht. Das Spiegelbild ihrer Pflegemama erkennt ChinJulia. Nur über den anderen Chin, der dort auf der Kommode aus dem Spiegel schaut, wundert sie sich bestimmt. Meistens ignoriert sie ihr eigenes Spiegelbild. Wenn ich mit dem zu recht machen fertig bin, wird ChinJulia sanft mit einer kleinen Babybürste gebürstet. Dazu klappt sie die Ohrchen extra runter, damit ja ihr Köpfchen ordentlich ausschaut. Bäuchlein und der Rücken wird „frisiert“, am Schwänzchen mag sie das gar nicht, den ringelt ChinJulia weg und gibt einen leisen „ejh“ Laut von sich. Soll soviel wie – ej, nicht dort, das kitzelt – heißen. Tja, und dann müssen wir Körnchen verdienen. Bis Nachmittag, kleine Pelznase.

Ja, bis Nachmittag, manchmal dauert es eben länger, nur ChinJulia hat dafür absolut kein Verständnis. Womit hat sie diesmal ihren Unmut darüber ausgedrückt? Na ganz einfach, ChinJulia hat mal eben sämtliche Cremetöpfchen, Deo, Parfüm, Spiegel und andere Kosmetikartikel nach unten befördert. Das muss gescheppert haben, ganz nach dem Geschmack von ChinJulia. Die thronte natürlich mit einem unschuldigen Augenaufschlag auf dem Bett – ich? Ich habe geschlafen – ehrlich! Könnt ihr glauben! Hm, na es ist ja nichts kaputt, also alles wieder an seinen Platz gestellt – fertig. Mittlerweile waren alle in ihre Feierabendbeschäftigungen vertieft, da polterte es im Zimmer. Noch mal und Noch mal …. Na guck’ einer an, ChinJulia hat die Langeweile gepackt und sie sich mit Deo-runter-schubsen vertrieben. Jetzt ist es aber genug kleine Pelznase. Sie merkte dass wir mit ihrem „Spiel“  nicht einverstanden waren. So weit so gut. Eine Weile tat sich diesbezüglich nichts, kein Deo-Weit-und-runter-Wurf. Bis wir alle wieder ein mal einen Familienausflug ins Kino gemacht haben, Julius hatte  sich diesen Film unbedingt gewünscht. Natürlich musste unser FamilienChin zu Hause bleiben, es gefiel ihr gar nicht als wir uns anzogen. Ständig flitzte sie zwischen uns hin und her, es war schwer sie in das Zimmer zu bekommen. Schnell den Gazevorhang vor und Tschüß süßes Wollknäuel. ChinJulia guckte durch die Gaze und versuchte irgendwo einen Durchschlupf zu finden – da habe ich gründlich vorgesorgt.

Nach einem lustigen Kinobesuch kamen wir gelöst und lachend nach Hause. Julius wollte gleich seiner kleinen Freundin von dem Film erzählen und löste den Gazevorhang. Plötzlich quiekte er – Emy komm’ doch mal! Was ist denn nun schon wieder? Irgendetwas mit unserem ChinJulia? Nein – ihr geht es gut, wie ich mit einem Blick sehen konnte, nur ein wenig komisch sah sie aus. Warum? ChinJulia hatte in unserer Abwesenheit einen kreativen Schub und hat die Creme (ich lege die Cremedosendeckel immer nur locker auf, mache also nie fest zu – Anm.d.Aut.) „gleichmäßig“ verteilt. Wie? Ja, wie – wir versuchten ihre Vorgehensweise zu rekonstruieren, was natürlich mit viel Gelächter passierte. Zumal ChinJulia überall Creme anhaften hatte.

Also unsere Version, wie es wirklich war kann nur ChinJulia selbst erzählen und da wir das Möff Möff auch nur deuten können, muss man mit dem Vorlieb nehmen, was wir für Geschehen halten. Unsere Kleine wird schmollend auf die Kommode gesprungen sein, macht sie übrigens gern – von dort hat sie direkten Blickkontakt zu meinem Arbeitsplatz – und hat gelangweilt rum geschnuppert. Da und dort angestoßen, mal hier und da die Zähnchen hinein geknipst. Dabei wird der Deckel der Cremedose heruntergefallen sein, freier Zugriff für die neugierige Pelznase und es schnuppert nach ihrer Pflegemama, da kann es nicht verkehrt sein. Mit den Pfötchen wollte sie bestimmt nur mal schubsen, aber Creme ist nun mal sehr softig – flutsch wird ihr kleines Vorderpfötchen tief in den Cremetopf verschwunden sein. Bäh, was ist das und ChinJulia tapst mit dem Cremepfötchen herum und rutscht folglich aus. Plumps – die Creme wird überall verteilt, auch im Fellchen von ChinJulia. Überall die kleinen Cremetapsen und am Spiegel, was uns echt erstaunte. Hat sie versucht ihr Spiegelbild mit Creme zu verjagen? Wir wissen es nicht.

Jedenfalls hatten wir ganz schön zu tun, unsere süße ChinJulia von der Creme zu befreien. Sie leistete dabei Hilfe, indem sie immer wieder in ihr Sandbad hüpfte und sich ordentlich wälzte. Trotzdem sah sie noch einige Zeit etwas zerrupft aus, ganz und gar nicht wie eine ChinLady eher wie ein ChinRupfHuhn. Pst, nur nicht laut sagen, sonst ist sie wieder beleidigt. Jedenfalls sind seitdem sämtliche Cremedosen etc. fest verschlossen. Dafür beschäftigt sich ChinJulia weiterhin gern auf der Kosmetikkommode, es muss wohl am Duft liegen, schließlich ist sie ja eine ChinDame und die duften bekanntlich immer lecker. Vor allem sind sie seeeehr gepflegt – genau wie unsere kleine eitle ChinJulia. Mittlerweile sieht sie wieder richtig schmuck aus und findet es toll, wenn Julius sich kämmt, sie auch gleich bürstet. Nur eincremen muss er sich allein, da schaut sie lieber aus respektvollem Abstand  zu und schnuppert hinterher am gut riechenden Julius.

Kleine Dichtung für unsere ChinLady:
Creme, Kamm und Puderdöschen gehören nicht in ChinchillaPfötchen.
Die Creme macht das Fellchen ganz fettig und das heißt dann putzen ganz heftig.
Weil ihr das nicht gefällt, ChinJulia sich von Kosmetik ferne hält
.
Räusper mmmh na ja, ist keine Paradedichtung deshalb :)  bis zum nächsten „Kosmetiktermin“ von ChinJulia.

Copyright © Liv Ryno / CAM. Alle Rechte vorbehalten.
Mit freundlicher Genehmigung für CAM / ChinCitta - Kultur-Beilage 
Nachzulesen auch unter: ChinchillaStorys — B-I-S at 10:04 am on Freitag, November 3, 2006

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Nachtgespenst ChinJulia

Die Abende in unserer Familie verlaufen immer ruhig, jeder ist vom Tag auf seine Weise erschöpft und sucht Entspannung. Lesen, spielen, zeichnen und schreiben, das sind unsere Lieblingsbeschäftigungen zum erholen. Dabei tankt jeder seine Kraftreserven wieder auf. ChinJulia gilt natürlich unser besonderes Augenmerk, sie mischt sich meistens in Julius’ Spiele ein. Doch am besten findet sie es, wenn sich einer auf den Boden legt und beklettert werden kann.

ChinJulia liebt es unter den Pullover zu krabbeln und ihren Menschen mal hier und da zu zwacken. Ausgiebige Streicheleinheiten und Kuscheln im Schaukelstuhl mag sie auch sehr gern. Aber die allerschönste Zeit ist für ChinJulia gekommen, wenn wir zu Bett gegangen sind. Dann beginnt die Stunde von Nachgespenst ChinJulia! Unser Wollknäuel kennt das Abendritual sehr genau und „marschiert“  ohne zu meckern, auf die Aufforderung – fein heierle machen, fein – in ihr Häuschen, nimmt noch einen kleinen Snack zu sich, die Knuddeleinheiten bilden den Abschluss des Ritus. Licht aus – Gute Nacht. Normalerweise war danach wirklich Ruhe.

Aber eines nachts, alle befanden sich schon in Morpheus Armen, Tippelte etwas durch die Dunkelheit. Hm, ach was, nur geträumt, umdrehen und weiterschlafen. Tippel, tapp, platsch – ähm was ist das denn, Licht an, nachsehen, nichts zu sehen, also Ruhe im Geviert, Licht aus. Hm, schön wenn der Schlaf einen überkommt – ahhh, hach, huch, ne – ein Fellchen ist in meinem Gesicht gelandet und rührt sich nicht. Ein schlechter Scherz oder ein Gespenst das ChinJulia heißt? Es ist unser Wollknäuel! Das es sich geradewegs auf meinem Gesicht bequem gemacht hatte. Ich pustete unter ihren Bauch, worauf sie sich bequemte, endlich hinunter zu hoppeln, aber nicht ohne zu meckern – weil ich sie angepustet habe. So was aber auch! Mein Schreck war aber größer, als ihre Empörung. Langsam beruhigte ich mich und ChinJulia fand es toll, so im Bett zu sitzen – schön warm und vor allem ganz nah bei ihrer Pflegemama. Das geht aber nicht kleine ChinLady, hopp, hopp wieder ins Häuschen. Widerstrebend hoppelte ChinJulia in ihr Häuschen und stärkte sich mit Gänsewein. Na gut, aber jetzt wird – fein heierle gemacht -. Licht aus, schlafen. Denkste! Kaum war das Licht aus, klappern, Ruhe, tippeln, tapsen, plumps – hallo liebe Pflegemama da bin ich wieder!

Oje, das kleine Nachgespenst ChinJulia sitzt auf meinem Kissen und begehrt Einlass unter die Decke. Neeein! Im nächsten Moment zwackt sie mir in die Nase – autsch – um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Nö, nu erst recht nicht! Zwack hier und da, mit den Pfötchen wird gezogen und gezerrt – mach schon auf! Bei so einer geballten ChinAttacke habe ich null Chancen. Also bitte kleine ChinLady, mein Bett ist dein Bett, ich schlafe auch gern in deinem Häuschen – das hättest du wohl gerne, kleines Wollknäuel. Sie machte es sich bequem, lag gemütlich auf der Seite, die Hinterbeinchen elegant ausgestreckt, als Kopfkissen nutzte sie mal eben meine Hand – warm und mit Streichelfunktion. Hm, und wie soll ich dabei nun schlafen mit solch einem Bettgast? Grrr, du kleines dreistes Wollknäuel, deinem Charme kann keiner widerstehen. Da wirft man die festesten Grundsätze über Bord und lässt diesen Wuschel ins Bett. Jedenfalls ließ ich sie eine Weile bei mir ruhen und dann setzte ich sie in ihr Häuschen, mit beleidigtem Blick legte sie ihr Köpfchen auf den Teddy und sah sehnsüchtig zum Bett. Neein, du Nachgespenst, nein! Für den Rest der Nacht war auch Ruhe, aber mit dem klingeln des Weckers saß sie wieder da.

Am nächsten Abend dachte ich mir, heute beugst du einer Nachtgespenst Attacke vor und machst das Türchen von ChinJulia’s Häuschen zu. Gesagt, getan. Da haben wir aber die Rechnung ohne unser Nachtgespenst gemacht. Wer dachte jetzt gemütlich in Morpheus Arme hineinzudämmern, irrte gewaltig. Kaum war das Licht aus, ging ein Tumult los, als hätten wir ein Raubtier eingesperrt. Mit einer Kraft randalierte die Kleine in ihrem Häuschen, da blieb nichts an seinem Platz und zu guter Letzt schabte sie mit den Zähnchen am Gitter lang. Es machte ständig pling, pling, pling usw. Je lauter desto besser. Je mehr wir uns aufregten um so doller machte es pling …! Ich schimpfte mit ChinJulia, sie sah mich bloß an und fing an zu fauchen. Huch, was macht sie denn nun? Jetzt wetzte sie auch noch die Zähnchen. Kleines Wollknäuel was ist denn nur? Vorsichtig machte ich das Türchen auf und wollte unseren ChinLiebling beruhigend streicheln. Nichts da, sie tatzte mit den Vorderpfötchen nach meiner Hand. So etwas macht sie doch sonst nicht, ich redete ganz ruhig auf sie ein und hielt ihr die geöffnete flache Hand hin. Normalerweise setzt sie sich dann rauf, diesmal drehte sie sich weg. Au backe, da ist unsere ChinLady aber sehr beleidigt. Nur wegen einem geschlossenen Türchen! Soll ich mich ihrem Willen beugen?

Dem Familienfrieden zu liebe gab ich nach und ChinJulia hatte ihren Spaß daran. Julius quiekte jeden Abend vor Freude, wenn seine kleine Freundin zu ihm ins Bett hüpfte und mit ihm verstecken in der Bettburg spielte. Ja, aber wenn etwas nicht nach ChinJulia ihrem Köpfchen ging, dann zwackte sie auch ihren kleinen JuliusFreund. Der fand das gar nicht toll und schmollte, ChinJulia ging ihm mit den Vorderpfötchen ins Gesicht und stupste, beim schnuppern, ihre Pelznase zufällig an seine Nase. Das kribbelt und Julius lacht wieder.

So hat unser FamilienChin jeden Abend ihre Beschäftigung mit uns und genießt es. Danach ist sie so geschafft, dass ChinJulia den Rest der Nacht wirklich auf ihrem Hochbettchen, mit ihrem geliebten Teddybären, verbringt. So kommt jeder zu einer erholsamen Portion Schlaf  - ohne von einem Nachtgespenst aufgeschreckt zu werden. An ihre nächtlichen Warnschreie haben wir uns schon gewöhnt, entweder hat sie etwas gehört, was ihr Angst macht oder, laut Tierdoktor, die Kleine hat Albträume. Da geht es dem süßen Wollknäuel nicht anders als uns Menschen. Aber eine kurze Beruhigung, im Halbschlaf gemurmelt, löst dieses Problem und es herrscht – Stille in der Nacht...

Copyright © Liv Ryno / CAM. Alle Rechte vorbehalten.
Mit freundlicher Genehmigung für ChinCitta - Kultur-Beilage 
Nachzulesen auch unter: ChinchillaStorys — B-I-S at 10:02 am on Freitag, November 3, 2006

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Haushaltsarbeit für ChinJulia

Jeder kennt Haushaltsarbeiten, die einem weniger Spaß machen und dann gibt es wiederum Arbeiten im Haushalt, die wir am liebsten ganz laange  liegen lassen würden. Am Rande bemerkt, Fensterputzen ist die undankbarste Hausarbeit für mich, kaum bin ich fertig – regnet es anschließend. Nun gut, so wird jeder seine „Achillesferse“ in puncto Haushaltsarbeiten haben.

Unsere ChinJulia kann Fensterputzen auch nicht leiden, da sie dann immer Häuschenarrest bekommt. Sie sitzt dann hinter den Gitterstäben, mit den  Vorderpfötchen hält sie sich am Gitter fest und guckt mich vorwurfsvoll an. Geht es ChinJulia nicht schnell genug, wird noch randaliert. Sie beginnt, ihre Einstreu aus dem Häuschen zu befördern, schaut dabei ab und zu ob ich auch ja hinsehe, was sie so treibt. Sage ich dann noch Nein, Nein, wird sie richtig mobil. Ganz nach der Devise, jetzt ärgert sich meine Pflegemama und da werde ich noch eine „kleine Kohle“ ins Feuer legen. Ich putze schon wie ein Teufel und unsere ChinLady fegt mit den Pfötchen ihren Futternapf leer und als Zugabe wirft sie ihn scheppernd runter. Der Blick aus ihren dunklen Kulleraugen wird immer flehender. Hallo kleines ChinMädchen, auch Fenster müssen ordentlich gereinigt werden und das braucht seine Zeit. Da hilft es auch nicht wenn du alles durcheinander wirfst. Sie ist außer sich vor Wut, beißt richtig wütend in ihre Sitzbrettchen und nun muss auch ihr kleiner Teddybär dran glauben. ChinJulia sitzt auf ihm drauf und rupft an dem kleinen Ding, nachdem sie ihn im hohen Bogen nach unten befördert hat, fliegen gleich noch ihre Kuschelkissen und das Pipituch hinterdrein. Leicht außer Atem, sitzt sie wieder da wie ein unschuldiger „Sträfling“ und fixiert mich mit ihren Knopfaugen. Ich komme ordentlich ins schwitzen, dass putzen des großen Fensters artet in Akkordarbeit aus. Und dann ist es soweit, fertig, jetzt bin ich außer Atem und gehe schnell zu ChinJulia. Ich öffne das Türchen und sie schoss wie aus der Pistole hinaus und sprang gleich ins Bett – weiche Landung inklusive. Nachdem sie erst einmal ein paar Runden geflitzt ist, beruhigte sich unser kleines Wollknäuel wieder. Puh, anstrengend für Mensch und Tierchen, deshalb ist Fensterputzen bei uns so unbeliebt.

Alles andere geht einem leicht von der Hand, zumal ich dann auch Unterstützung von ChinJulia bekomme. Ja, richtig gelesen. Die kleine Pelznase geht richtig ran. Früh, wenn der Wecker uns aus Süße Träume reißt, kommt sie von ihrem Hochbettchen geklettert. Reckt sich ordentlich und guckt was ihre Pflegemama macht. Bleibe ich noch liegen, auweia – da habe ich garantiert einen Fellpuschel im Gesicht, die einem lautstark einen Guten Morgen wünscht. Also raus. ChinJulia geht frisch und munter ans Werk, ihre Kuscheldecke und ihr außer Haus Pipituch, die unterm Bett liegen – kommen langsam geschubst und gezogen zum Vorschein. Unser Süßes Wollknäuel ackert mit einer Begeisterung und hat sie es ganz vorgezerrt, ist sie Stolz und bekommt ein dickes "Fein". Anschließend wird ihr Häuschen aufgeräumt, Pipituch runter, Kissen und Teddybär kommen ins Sandbad – genauso wie ChinJulia. Fein gemacht kleines ChinMädchen und Danke. Jetzt beginne ich meine Aufräumarbeiten, unsere Pelznase wuselt immer noch mit rum und beobachtet alles was ich mache ganz genau. Gefällt ihr die Anordnung in ihrem Häuschen nicht, fliegt alles im hohen Bogen wieder raus. Meistens lege ich ihr nur das Pipituch richtig hin, alles andere sortiert ChinJulia allein nach ihren Bedürfnissen. Wenn die Wasserflasche mit leckerem Gänsewein und die Näpfe mit frischem duftenden Futter gefüllt sind, ist unser Wollknäuel glücklich und zufrieden.

Nach so viel Anstrengung hat sie sich das Frühstück redlich verdient und wir sitzen alle auf dem Boden, ChinJulia springt von einem zum anderen, knabbert zwischendurch etwas und schaut neugierig, was ihre Menschen so in den Schüsselchen haben. So manche Haferflocke und Rosine verschwindet in ChinJulia’s Bäuchlein. Dann heißt es wie jeden Tag, Abschied bis zum Feierabend. Unser ChinLiebling verschwindet schnell unter dem Bettüberwurf, damit sie uns nicht so traurig hinterher sehen muss. Gute Nacht kleines ChinMädchen und Danke für deine Haushaltshilfe.
 

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Nachzulesen auch unter: ChinchillaStorys — B-I-S at 10:00 am on Freitag, November 3, 2006

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